My CBYX exchange year - Philipp Graf im Mai 2016

Ein turbulentes und spannendes Jahr geht langsam zu Ende. Noch ca. anderthalb Monate und dann geht es zuerst nach Washington D.C. für eine Nachbereitung des Jahres und dann zurück nach Deutschland. Als ich zu Beginn des Jahres in Los Angeles gelandet bin, hätte ich nie erwartet, dass das Jahr so verläuft und ich so viele neue Eindrücke und Erfahrungen mitbekomme.

Nachdem ich den ersten Monat in Corona, eine Vorstadt von Los Angeles,
verbracht habe, bin ich aufgrund einiger Probleme mit meiner Gastfamilie zu einer
temporären Gastfamilie nach San Bernadino umgezogen. Eine Stadt, die in letzter Zeit
hauptsächlich aufgrund der stattgefundenen Terrorattacke in den Nachrichten war.
Nachdem allerdings nach ca. 2 Monaten keine permanente Gastfamilie gefunden wurde, bin ich nach Redlands umgezogen, eine hübsche Stadt im kalifornischen Hinterland in den Bergen. Aber auch dort war die Suche vergeblich.
 
Schlußendlich, nach 6 Monaten in Kalifornien, bin ich zu meiner jetzigen und auch letzten Gastfamilie nach “the Dalles” im Nordosten des Staates Oregon gezogen. Eine “typisch” amerikanische Kleinstadt, umrandet von vielen Ranches, Rodeos und Wald. Auch wenn die erste Hälfte meines Aufenthalts eher turbulent und nicht immer ohne Probleme war, war es doch eine wertvolle Erfahrung zu lernen, mit der doch teilweise stark anderen amerikanischen Kultur umzugehen und mich, wenn nötig, auch anzupassen. Doch die nicht nur sprichwörtliche Freundlichkeit der Amerikaner kam mir hier sehr zu gute. Ich hatte die Möglichkeit, Phoenix im Bundestaat Arizona zu sehen sowie San Diego und San Francisco in Kalifornien zu besuchen und auch wenn ich lange keine permanente Gastfamilie hatte, gab es immer die Möglichkeit ein bisschen zu reisen und die unglaublich vielfachen USA zu erforschen. Auch seit ich hier in Oregon wohne konnte ich schon Seattle (mit einem AFS trip) und Portland besuchen. Und auch wenn man im Regelfall als Austauschschüler nicht ganz so viel reist, kommt man doch herum und hat die Möglichkeit, vieles neues zu sehen und zu besuchen. Und schließlich gibt es auch in der kleinsten Stadt in den USA viel zu tun. Besonders die High School ist da ein großer Vorteil, da sie nicht nur ein voll ausgerüstetes Fitnessstudio hat, sondern auch Tänze anbietet, wie zum Beispiel “Prom”, den klassischen amerikanischen Abschlussball, der hier vor einer Woche stattgefunden hat. Es war eine großartige Erfahrung, mithilfe eines “Promposals” ein Mädchen zur Prom auszufragen, um dann zusammen zum Ball zu gehen.

Insgesamt war es ein sehr spannendes Jahr mit vielen Eindrücken, auch wenn es sicher noch einiges neues im nächsten Monat gibt.

Philipp Graf
 
 

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