Leon Gehri: Die Woche in Weimar werde ich nie vergessen!

Leon Gehri bereitet sich auf sein USA-Jahr vor. Er wird im Sommer für ein Jahr als "Botschafter" im Parlamentarischen Patenschaftsprogramm in die Vereinigten Staaten gehen, um dort ein Jahr lang eine High School zu besuchen und in einer einheimischen Familie zu leben. Teil der Vorbereitung ist wie in jedem Jahr das Vorbereitungswochenende in Weimar.

Vom 27.04-04.05.2014 trafen sich 30 Stipendiaten aus ganz Deutschland in der Europäische Jugendbildungs- und Jugendbegegnungsstätte WEIMAR (EJBW). In Weimar habe ich viele tolle Erfahrungen gemacht. Es war eine super Woche, welche mir noch ewig in Erinnerung bleiben wird. Doch jetzt von Anfang an:

Die Zugreise ging sehr schnell vorüber, da ich mit einem Mädchen aus Freiburg gefahren bin und wir in Frankfurt schon die ersten Leute getroffen haben, die auf demselben Weg wie wir waren. Nachdem wir alle in Weimar angekommen waren, lernten wir uns alle erst einmal kennen. Wir haben uns alle ab der ersten Sekunde super verstanden.
 
Die erste Hälfte der Woche bestand darin, die Deutsche Geschichte genauer zu untersuchen. Unsere Betreuer Martin und Tanja, welche als Sozialpädagogen arbeiten, haben es uns wirklich klasse mit verschiedenen Lernmethoden beigebracht und erklärt. Am Montag machten wir eine Stadtführung durch Weimar und abends waren zwei Zeitzeugen zu Besuch. Zum einen eine Frau aus der ehemalige DDR, des Weiteren ein Mann aus der BRD. Das Gespräch mit den Beiden fand ich richtig klasse, da man sich die Ereignisse von damals zu Zeiten der Nachkriegszeit und DDR im Gespräch einfach viel besser vorstellen kann. Am Dienstag gingen wir in die Gedenkstätte Buchenwald, in der 56.000 Menschen ermordet wurden. Der Besuch in der Gedenkstätte berührte mich wirklich sehr. Dem entsprechend war die Stimmung in der Gruppe auch ein bisschen bedrückend. Um die Eindrücke des Tages verarbeiten zu können, hatten wir die Möglichkeit unsere Gefühle, Eindrücke und Gedanken zu tonen.
Im zweiten Teil der Woche übernahmen die AFS-Betreuer. Wir erarbeiteten uns das amerikanische Politiksystem in kleinen Gruppen, planten eine sehr ausführliche Gerichtsverhandlung, die von der NSA-Affäre handelte, sprachen allgemein über die USA und über den Kulturunterschied sowie über die Geschichte Amerikas. Am ersten Mai veranstalteten wir eine kleine Party, wodurch die gesamte Gruppe noch enger zusammengerückt ist. Es ist echt schön zu sehen, dass 30 Jugendliche, die sich nicht kennen aber dasselbe Ziel haben, nämlich in die USA zu gehen, innerhalb einer Woche so eng zusammenwachsen können. Wir haben Poker und Volleyball gespielt, saßen alle zusammen auf einem Zimmer oder am Lagerfeuer und haben uns lange unterhalten.
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Letzter Abend. Alle sitzen zusammen am Lagerfeuer.
 
Umso trauriger war es natürlich, als die Woche dann schon wieder vorbei war. Ich hoffe, dass ich mit den anderen PPP’lern in Kontakt bleibe. Ich denke, dass die Fragen welche ich über die USA hatte größtenteils beantwortet wurden. Ich fühle mich deshalb richtig gut vorbereitet für mein Austauschjahr. Leider habe ich bisher noch keine Infos zu einer Gastfamilie. Doch die bekomme ich bestimmt bald  Ich freue mich wirklich sehr und kann es kaum noch erwarten in die USA zu gehen und Deutschland zu repräsentieren. Danke für diese Möglichkeit und dass ich diese Erfahrung machen darf.

 

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