Schuster bedauert PID-Freigabe
Heute hat der Bundestag in einer über die Fraktionsgrenzen hinweg freien Abstimmung die Präimplantationsdiagnostik (PID) freigegeben. Damit können zukünftig Embryonen, die im Reagenzglas erzeugt worden sind, vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf genetische Defekte überprüft werden. Embryonen mit Gendefekten müssen nicht eingepflanzt werden. Bundestagsabgeordneter Armin Schuster hatte sich einem interfraktionellen Antrag zum Verbot von PID angeschlossen und bedauert deshalb die Entscheidung des Bundestags.
„Einen ,Zellhaufen´ im Reagenzglas an der weiteren Entwicklung zu hindern, indem man ihn nicht in den Mutterleib einpflanzt, das ist wesentlich einfacher zu entscheiden, als eine Schwangerschaft abzubrechen“, erläuterte Armin Schuster seine Position. Dass die Vorauswahl von Embryonen nun leichter möglich sei, halte er für bedenklich. Menschliches Leben trage auch im Reagenzglas die volle Möglichkeit der Entfaltung als Mensch in sich. „Wir sind nicht Herren über Leben und Tod, schon gar nicht, wenn es um die Schwächsten geht.“







